Sonntag, 3. Juni 2018

Unsere 3. Etappe: Melbourne -> Adelaide


Unsere Route für den dritten Abschnitt der Reise:
Von Melbourne nach Adelaide 

Samstag 26.05.

Um 7:15 Uhr geht der Wecker ! Wir duschen, ziehen das Bett ab, schmeißen eine Maschine Wäsche an, putzen das Bad und trinken einen Kaffee. Dann packen wir das Auto, komisch, wie viele Sachen wir so haben … Goran ist auch schon auf und verabschiedet uns. Wir fahren zur Bäckerei, um auch den Anderen auf Wiedersehen zu sagen, bekommen noch Burek zum Frühstück und dann geht es los Richtung Great Ocean Road.

In Geelong machen wir einen Stopp und gehen am Wasser entlang. Das Wetter ist super, Sonne und 17 Grad. So lassen wir uns den Herbst/Winter gefallen. Die Gegend am Hafen gefällt uns gut und wir trinken in einem Cafe einen Kaffee.
 

 
Nächster Halt ist Angelsea – hier sollen lt. Pero Kängurus auf einem Golfplatz rumturnen. Und tatsächlich: jede Menge Kängurus, die sich durch die Golfer gar nicht stören lassen. Witzig.
 
 

 
Weiter geht es Richtung Lorne zum Erskine Falls. Endlich mal wieder ein echter Wasserfall. Die Lookouts gibt es einmal oben beim Wasserfall und auch unten. Zum unteren Lookout sind es ziemlich steile Stufen – runter ist ja ok – aber hoch schnaufen wir ganz schön. Aber es hat sich gelohnt, der Wasserfall gefällt mir.
 

 
Kurz vor Apollo Bay liegt unsere Unterkunft: ein Zimmer in einem ehemaligen Kloster. Angeblich mit eigenem Badezimmer. Aber weit gefehlt – für 45 € bekommt man das, was man verdient hat. Ein enges, zugiges Zimmer mit Gemeinschaft-Klo und -Dusche. Das mit dem eigenen Bad ist eine „Unschärfe“ in der Airbnb-Darstellung. Ganz ehrlich: für diese Art der Gemeinschaft sind wir zu alt.

Abends fahren wir noch weiter nach Apollo Bay zum Abendessen und Einkaufen fürs Frühstück morgen.

Dann setzen wir uns in den Gemeinschaftsbereich der Anlage, suchen für morgen eine Unterkunft in der Nähe von Warrnambool, machen eine Kostenaufstellung und schreiben das Tagebuch weiter.

Man kann sich mit anderen Leuten in einem Raum aufhalten und sich NICHT miteinander unterhalten … Daran müssen wir noch arbeiten !


Sonntag 27.05.2018

Der Wecker geht um 8:30 Uhr, denn um 10:00 Uhr müssen wir auschecken. Ich dusche in der Gemeinschaftsdusche, während nebenan einer auf dem Klo pupst – nicht schön ! 👎👎 (Doppeldaumen unten)

Wir frühstücken im Wintergarten des Gemeinschaftsraums mit Blick auf das Meer – sehr schön. 👍 Anschließend packen wir das Auto wieder soll und fahren an der Küste entlang zum Marrinas Lookout 👍. Hier haben wir einen unglaublichen Blick auf das Meer und die Umgebung.
 


 
Weiter geht es nach Cape Otway zum Lighthouse - auch nett 👍.




 
Jetzt geht es endlich auf die Great Ocean Road ! Das ist schon ein atemberaubender Ausblick und nach jeder Kurve gibt es ein neues AAAH und OHHH ! Die Fahrt (Koste fährt) gefällt mir gut, die Sonne scheint immer noch. Bei den Twelve Aposteln ist es sehr überlaufen, aber trotzdem wieder mal ein toller Anblick. 
 



 
Die Great Ocean Road ist auch diesmal wieder für mich eins der Highlights in Australien 👍👍 (Doppeldaumen oben). Es wird schwierig werden, das auf der weiteren Reise noch zu toppen. Wir werden sehen …

Das nächste Apartment ist ein Cottage im Landesinnern. Hier sind wir für uns und kochen Lamm mit Gemüse und Kartoffeln, Yammi. Anschließend sehe ich mir im Fernsehen Pretty Woman an. Das ist cool, den Film kenne ich schon und daher macht es nichts, dass ich nicht alles „in english“ verstehe.
 

Montag 28.05.2018

Auf der weiteren Fahrt nach Mt Gambier halten wir im Tower Hill Reserve an und machen einen Spaziergang. Hier treffen wir das erste Mal auf einen Koala, Emus und einen Fuchs – wow. Und ein Känguru ist auch dabei.



 
Beim Picknick mit Kaffee und Obst werden wir von einem aufdringlichen Emu belästigt, der uns tatsächlich am Schluss noch eine Mandarine klaut und in einem Stück mit Schale verschluckt 😳
 
 
In Mt Gambier schlagen wir schließlich bei Lena/Julien und Evie auf. Sie haben ein schönes typisch australisches großes (aber nur einstöckiges) Haus. Abends gehen wir essen und zuhause quatschen wir noch ein bisschen bei einem Glas Wein.

 

Dienstag 29.05.2018

Heute ist Lena unser Tour-Guide durch Mt. Gambier. Wir besuchen zusammen mit Evie

-        Den Blue Lake. Im australischen Winter ist der Blue Lake zwar immer noch ein schön anzusehender Vulkansee, aber er verliert seine blaue Leuchtkraft und zeigt sich von April bis November meist nur in einem tiefen, düsteren Stahlgrau.

-        Den Green Lake

-        Den Vulkan Schank

-        Die Conservation Area: Hier finden wir wieder einen Koala und ein paar Wallabys

-        Das Meer und den Leuchtturm
 


-        Den Centenary Tower, 190 Meter über NN mit einem tollen Blick über die Stadt und das Land bis zur Küste.
 

-        Das Umpherston Sinkhole ist eine für die Gegend typische Kalkstein-Höhle und liegt eingebettet in einen schönen Stadtpark am Rande von Mount Gambier.
 
 
Trotz des schlechten Wetters ist es ein schöner Ausflug.

Abends gehen wir noch mal essen und früh ins Bett, denn Lena und Julien müssen morgen früh raus zur Arbeit. Lieben Dank an Euch 3, dass Ihr uns so nett aufgenommen habt !
 

Mittwoch 30.05.2018

Wir machen uns auf den Weg zu unserer Australien-Rundreise. Ab jetzt sind wir auf uns allein gestellt 😱

Wir fahren in die Grampians. Zunächst Richtung Hamilton, weil es dort auf dem Weg zwei Wasserfälle gibt (Wannon Falls und Nigretta Falls). Die sind ganz nett und die Gegend drumherum auch.
 
 
Dann geht es weiter zum Mac Kenzie Falls und das ist mal ein richtiger Wasserfall – Wahnsinn ! Wir sehen ihn uns von oben und unten und von der Seite an.

 
Dieser Wasserfall ist bis jetzt „My Favorite“ und alle weiteren werden an ihm gemessen. Auf dem Rückweg nehmen wir die Umleitung und treffen auf zwei Kängurus – nur 10 Meter von uns entfernt – sozusagen Auge in Auge.
 

Was für ein Tag !

Weiter geht es nach Halls Gap in unser Cottage – das ist total ok und hat alles, was man braucht – sogar Waschmaschine und Trockner. Diese Gelegenheit nutzen wir. Zum Abendessen gibt es Salat und zwei Mega-Rump-Steaks – Yammi.

 

Donnerstag 31.05.2018

Der erste Monat unserer Reise ist um – wow, die Zeit ist schnell vergangen. Heute sehen wir uns die Grampians genauer an. Wir besuchen ein paar Wasserfälle und Lookouts und fahren zum Mount Williams, den höchsten Berg in den Grampians. Leider kann man mit dem Auto nicht ganz nach oben fahren, sondern muss die letzten 1,8 KM laufen und es geht ziemlich steil nach oben. Puh, das ist anstrengend. Oben aber hat man eine atemberaubende 360° Aussicht – bei 7° Temperatur. Bei Euch sind es gerade 30° - verkehrte Welt.

 
Freitag 01.06.2018

Von den Grampians geht es weiter nach Kingston SE. Einer der wichtigsten Wirtschaftszweige ist heute die Fischerei. Die nördliche Stadteinfahrt dominiert der Big Lobster, von den Einwohnern liebevoll „Larry“ genannt.
Hier waren wir vor 18 Jahren aus schon mal. Aber irgendwie müssen wir verstrahlt gewesen sein, denn das mit dem Lobster haben wir gar nicht gecheckt und uns damals im Restaurant ein Steak bestellt. Wir fanden das schon komisch, dass die Leute uns blöd angeguckt haben … 🤔

Deshalb wollen wir unbedingt noch mal hin und es jetzt besser machen. Der Ort ist irgendwie wie ausgestorben, nix los. Und als wir uns ein geeignetes Restaurant aussuchen wollen … stellen wir fest, dass erst ab Oktober wieder Lobster-Saison ist – jetzt gibt es gar keine Lobster auf der Speisekarte 😒😟😩 Wie doof ist das denn ?

Immerhin gibt es hier weiße Kängurus …

 
Der Tag heute ist extrem kalt, wir haben schon lange nicht mehr sooo gefroren und im Hotel sind wir dankbar für die Heizdecken im Bett. Sonst wäre es echt grausam geworden. Ich habe in Australien eine Heizdecke benutzt – OMG !
 

Samstag 02.06.2018

Nach dem Kingston SE Reinfall geht es weiter nach Adelaide. Auf einen Abstecher zweigen wir nach Hahndorf ab, eine der ersten deutschen Siedlungen Australien, ab. Wikipedia sagt „Das deutsche Erbe ist auch heute noch sichtbar, etwa in Form von Bäckereien mit typisch deutschen Backwaren wie auch Fleischereien mit einer Vielzahl an Wurstwaren, die im restlichen Australien untypisch sind.“

Ich sage: „Nepper, Schlepper, Bauernfänger“. Lederhose, Schweinshaxe und Kuckucks-Uhr macht noch kein Deutschland aus. Aber Dr. Oetker (hallo Bielefeld), Haribo und Birkenstock (schöne Grüße an die betroffenen Itelligencer) gibt es hier auch.

Insgesamt ist es aber inzwischen eher ein Touri-Nepp geworden – schade.

Wir spielen noch eine Runde Minigolf – wer hat wohl dabei gewonnen ? – und fahren dann weiter nach Adelaide. Hier bleiben wir erst einmal für die nächsten 6 Tage. Das über Airbnb gebuchte Haus ist klein, aber es ist alles da und es gibt auch einen kleinen Garten.

 

 
 
  

3 Kommentare:

  1. Hallo Ihr Zwei,

    mal wieder der unerlässliche Kommentar ;-)

    Ich wusste garnicht, dass es in Down Under so viele Wasserfälle gibt, bzw. dass Britta so ein großer Fan ist. Ich halte es da eher wie mit den thailändischen Wats: Kennste einen, kennste alle :-)

    Jaja, das Lamm. Durften wir bei Euch ja mal Koste(n) :-) :-) War super lecker.

    Wegen dem Lobbster oder wegen des Lobbsters: Wart Ihr eigentlich schon mal in Kanada? Ich meine, Ihr seid da schon gewesen (hihihi)

    Dort in Neu-Braunschweig ;-) gibt es den weltgrößten Lobbster in Shadiac.

    https://goo.gl/images/o2Embn

    War das vor 18 Jahren auch außerhalb der Saison? Das würde das Steak damals erklären.

    Gibt es da unten auch Granini? Wenn nicht, muss ich mal unsere Export-Abteilung da hinschicken.

    Und Minigolf: Ist ja eh klar, dass Koste deutlich mit 10 Punkten Vorsprung gewonnen hat. Gut gemacht ;-)

    Was ist eigentlich mit den Fotos? Alles mit Smartphone? Ich war neugierig und wollte mal die EXIF-Daten auslesen. Werden wohl alle beim Upload herausgenommen.

    Weiterhin viel Spaß.

    Und ja, der 1. Monat ist rum. Das Jahr Auswandern nähert sich dem Ende ;-)

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    1. Hallo Andreas,
      hm, das mit Granini müssen wir mal checken. In Hahndorf haben wir das nicht gesehen.
      Und:
      Koste probiert mit der Kamera alles Mögliche aus. Wir müssen bald eine neue externe Festplatte kaufen, weil ja zunächst einmal nichts gelöscht werden darf. Und dann gibt es auch alles doppelt - als jpg und raw ! Mit dem Handy werden nur die Selfies gemacht. Beim Hochladen muss ich die Fotos "verkleinern", denn mit 14 MB pro Bild ist das Jahr rum, bis die ersten Fotos upgeloadet sind.
      Über Kanada rede ich nicht !
      Schöne Grüße
      Britta

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  2. Tolle Bilder!
    Und Britta, dein Schreibstil ist fantastisch, dein Blog ist so nett und witzig geschrieben, ich freu mich über jeden neuen Eintrag!
    Liebe Grüße, Cleo

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Vielen Dank für Deinen Kommentar. Nach Freigabe durch mich wird dieser hier im Blog für alle sichtbar. Liebe Grüße Britta